Häufige Fehler bei einem Selbsttest zum Schlaf (z. B. Wearable‑basierte Schlafanalyse oder Heim‑Schlaftests) sind: 1) Überinterpretation von Einzelnächten – Schlaf variiert stark, eine Nacht sagt wenig aus. 2) Verlassen auf ungenaue Sensoren – viele Consumer‑Geräte messen Schlafphasen nur grob (Aktigraphie statt EEG). 3) Ignorieren von Störfaktoren wie Koffein, Alkohol oder Stress, die das Ergebnis verfälschen. 4) Fehlende ärztliche Abklärung bei auffälligen Werten – ein Test ersetzt keine Polysomnographie bei Verdacht auf Schlafapnoe oder Insomnie. 5) Falsche Erwartungen an genetische Tests – SNPs wie z. B. CLOCK‑Gene geben nur Hinweise, keine Diagnose. Die Evidenz für viele Heimtests ist schwach („practice“). Wer anhaltende Schlafprobleme hat, sollte einen Arzt oder Schlaflabor aufsuchen. Selbsttests können als Orientierung dienen, aber nicht als medizinische Entscheidungsgrundlage.
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