HbA1c ist ein Langzeitblutzuckermarker, der den durchschnittlichen Glukosespiegel der letzten 2–3 Monate widerspiegelt. Direkt für die Beurteilung von Schlafqualität oder Schlafstörungen ist er nicht sinnvoll, da er keine spezifische Schlafinformation liefert. Allerdings gibt es mechanistische Hinweise, dass chronisch schlechter Schlaf (z. B. bei Schlafapnoe oder Kurzschläfern) über Stresshormone und Insulinresistenz den HbA1c-Wert erhöhen kann. Umgekehrt kann ein erhöhter HbA1c auf einen unerkannten Diabetes hindeuten, der wiederum Schlafprobleme begünstigt. Dennoch ist HbA1c kein etablierter Biomarker für Schlaf – dafür sind Fragebögen, Aktigraphie oder Polysomnographie geeignet. Ein Selbsttest zu Hause (z. B. per Fingerstich) liefert nur eine Momentaufnahme ohne klinische Diagnosekraft. Wer Schlafprobleme hat, sollte primär ärztliche Abklärung suchen, nicht allein auf HbA1c setzen. Evidenz: mechanistisch, aber nicht schlafspezifisch. Vorsicht vor Überinterpretation von Einzelwerten.
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