Östrogen ist ein primäres weibliches Sexualhormon, das bei Frauen in den Eierstöcken, aber auch in geringeren Mengen bei Männern produziert wird. Es reguliert den Menstruationszyklus, die Fruchtbarkeit, den Knochenstoffwechsel und viele andere Körperfunktionen. Die Ernährung kann den Östrogenspiegel beeinflussen, jedoch ist die Evidenzlage gemischt. Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkorn, Leinsamen und Hülsenfrüchte können helfen, überschüssiges Östrogen über den Darm auszuscheiden. Kreuzblütlergemüse (Brokkoli, Grünkohl) unterstützen die Leber bei der Östrogenverstoffwechselung. Phytoöstrogene aus Soja, Leinsamen oder Hülsenfrüchten können eine schwache östrogene Wirkung haben, aber ihre klinische Relevanz ist umstritten. Eine mediterrane Ernährung mit viel Obst, Gemüse, gesunden Fetten und wenig rotem Fleisch wird allgemein empfohlen. Wichtig: Bei Beschwerden wie Östrogendominanz oder Wechseljahrsbeschwerden sollte ein Arzt konsultiert werden. Nahrungsergänzungsmittel ohne ärztliche Abklärung sind nicht ratsam. Die Evidenz für einzelne Ernährungsansätze ist oft begrenzt und basiert auf Beobachtungsstudien.
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