Die Frage 'Wie merkt man...?' zielt auf die subjektive Wahrnehmung von Symptomen ab. Bei Selbsttests (z. B. TSH, Hormone, Allergien) ist Vorsicht geboten: Ein einzelner Messwert kann durch Tageszeit, Stress, Ernährung oder Laborfehler verfälscht sein. Ein erhöhter TSH-Wert deutet auf eine mögliche Schilddrüsenunterfunktion hin, ist aber nicht diagnostisch – eine Bestätigung im Labor und ärztliche Abklärung sind nötig. Auch Hormontests in den Wechseljahren liefern nur eine Momentaufnahme; die Diagnose basiert auf klinischer Anamnese und wiederholten Messungen. Bei IgG-Tests auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten handelt es sich um nicht validierte Marketingprodukte – sie zeigen lediglich eine Exposition an, keine Intoleranz. Genetische Risikotests (z. B. für Adipositas) haben kleine Effektstärken und sind für Kinder nicht klinisch validiert. Fazit: 'Merken' im Sinne von Symptomen erkennen ist wichtig, aber Selbsttests ersetzen keine ärztliche Diagnose. Vertrauen Sie auf eine Kombination aus Symptomtagebuch, ärztlicher Untersuchung und validierten Labortests.
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