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Ist Testosteron bei Sport sinnvoll?

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Ist Testosteron bei Sport sinnvoll?

Die Frage, ob Testosteron bei Sport sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Bei medizinisch nachgewiesenem Testosteronmangel (Hypogonadismus) kann eine ärztlich überwachte Substitution die Leistungsfähigkeit und Regeneration verbessern. Bei gesunden Sportlern bringt eine zusätzliche Gabe jedoch meist keine Vorteile, birgt aber erhebliche Risiken: kardiovaskuläre Nebenwirkungen, Leberschäden, Stimmungsschwankungen und bei Männern eine Unterdrückung der eigenen Hormonproduktion. Zudem ist Testosteron ohne Rezept als Dopingmittel eingestuft und in fast allen Sportverbänden verboten. DNA-Tests auf einzelne SNPs (z. B. rs1800795 im IL6-Gen oder rs4253778 im PPARA-Gen) können keine individuelle Testosteron-Empfindlichkeit oder einen Mangel vorhersagen – die Effekte sind zu klein und nicht direkt hormonell. Sinnvoller ist eine Blutuntersuchung (Gesamt‑/freies Testosteron, SHBG) durch einen Arzt. Die Evidenz für einen leistungssteigernden Effekt bei gesunden Männern ist schwach und widersprüchlich; die Risiken überwiegen. Fazit: Ohne medizinische Indikation ist Testosteron im Sport nicht sinnvoll und potenziell gefährlich.

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