FADS1 (Fettsäure-Desaturase 1) ist ein zentrales Gen für die Umwandlung von pflanzlicher Alpha-Linolensäure (ALA) in die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Bestimmte Varianten (z. B. rs174537) beeinflussen die Enzymaktivität: Träger der ‚langsamen‘ Variante haben niedrigere EPA/DHA-Spiegel im Blut, selbst bei ausreichender ALA-Zufuhr. Für Sportler ist das relevant, weil Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmend wirken und die Regeneration nach Belastung unterstützen können. Allerdings ist die Evidenz für eine direkte Leistungssteigerung durch FADS1-basierte Supplementierung schwach. Die Effektgröße des Gens ist klein – Ernährung, Trainingsintensität und Schlaf dominieren. Ein Gentest kann Hinweise geben, ob eine vorsorgliche EPA/DHA-Zufuhr (z. B. über Algenöl oder Fisch) sinnvoll ist, ersetzt aber keine Blutanalyse. Vorsicht: Hohe Omega-3-Dosen können die Blutgerinnung beeinflussen; bei Blutverdünnern oder OP-Planung Rücksprache mit Arzt halten. Insgesamt: FADS1-Wissen ist ein Puzzleteil, kein Gamechanger.
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