Die Frage, ob ein Zöliakie-Test bei Fatigue sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Zöliakie kann tatsächlich über eine Malabsorption (Eisenmangel, Folsäuremangel) oder über immunvermittelte Mechanismen Müdigkeit verursachen – auch ohne klassische gastrointestinale Symptome. Allerdings ist Fatigue ein sehr unspezifisches Symptom. Leitlinien empfehlen einen Zöliakie-Test (IgA-tTG, ggf. IgA-Gesamt) vor allem bei Risikogruppen: positive Familienanamnese, Typ-1-Diabetes, Down-Syndrom, oder bei Symptomen wie chronischen Durchfällen, Blähungen, Gewichtsverlust. Bei isolierter Fatigue ohne weitere Hinweise ist die Vortestwahrscheinlichkeit gering, und ein positiver Test wäre häufig ein falsch-positives Ergebnis. Ein MyBody-X DNA-Test kann Zöliakie nicht diagnostizieren – er analysiert nur Risikovarianten (HLA-DQ2/DQ8), die zwar notwendig, aber nicht hinreichend für die Erkrankung sind. Ein negativer DNA-Test schließt Zöliakie weitgehend aus, ein positiver beweist sie nicht. Für die klinische Abklärung ist ein serologischer Test beim Arzt erforderlich. Evidenz: human-moderate (Leitlinien). Caveat: Fatigue allein rechtfertigt keinen Routinetest; individuelle Risikofaktoren sollten berücksichtigt werden.
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