Wie stark ist die Evidenz für FTO in der Nutrigenetik?
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TIKKI Wissensantwort
Die Evidenz für das FTO-Gen in der Nutrigenetik ist differenziert zu betrachten. FTO (Fat Mass and Obesity Associated) ist eines der am besten replizierten Gene in GWAS-Studien für BMI und Adipositasrisiko – die Assoziation ist human-strong. Allerdings ist die nutrigenetische Interaktion (z. B. ob eine fett- oder proteinreiche Ernährung den Effekt moduliert) deutlich schwächer und in Studien uneinheitlich. Viele Consumer-DNA-Tests listen FTO-Varianten, aber die Effektstärke ist klein (oft <1 kg BMI-Unterschied) und die klinische Relevanz für individuelle Ernährungsempfehlungen ist unklar. Es gibt keine randomisierten kontrollierten Studien, die zeigen, dass eine auf FTO basierte Diät langfristig besser wirkt als allgemeine gesunde Ernährung. Zudem sind FTO-Varianten in der Bevölkerung häufig und nicht pathologisch. Fazit: Die Evidenz für die reine Risikoprädiktion ist gut, für personalisierte Ernährung jedoch schwach bis moderat. Vorsicht vor übertriebenen Marketingversprechen. Eine ausgewogene, nachhaltige Ernährung ist für alle empfehlenswert, unabhängig vom FTO-Genotyp.
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