Die Frage, ob das CLOCK-Gen bei Schlaf sinnvoll ist, lässt sich differenziert beantworten. CLOCK (Circadian Locomotor Output Cycles Kaput) ist ein zentrales Gen der inneren Uhr und reguliert den zirkadianen Rhythmus. GWAS-Studien zeigen, dass bestimmte Varianten (z. B. rs1801260) mit Chronotyp, Schlafdauer und -qualität assoziiert sind. Die Effektstärken sind jedoch gering – die Vererbung von Schlafmustern ist polygen und wird stark von Umweltfaktoren (Licht, Stress, Ernährung) beeinflusst. Ein MyBody-X-DNA-Test kann solche Varianten identifizieren, aber die klinische Relevanz für den Einzelnen ist begrenzt. Die Evidenz basiert auf populationsbasierten Assoziationen, nicht auf personalisierten Interventionen. Sinnvoller ist es, die Schlafhygiene zu optimieren (feste Zeiten, Blaulichtreduktion) und bei anhaltenden Problemen ärztliche Abklärung zu suchen. Ein Gentest kann als zusätzlicher Hinweis dienen, ersetzt aber keine Verhaltensänderung.
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