Die Frage nach einem einzelnen Nährstoffmangel als Ursache von Haarausfall ist zu kurz gegriffen. Haarausfall kann durch viele Faktoren ausgelöst werden: genetische Veranlagung (z. B. androgenetische Alopezie), hormonelle Veränderungen, Stress, Medikamente oder tatsächliche Nährstoffdefizite. Studien zeigen, dass Eisenmangel (besonders bei Frauen), Zinkmangel, Vitamin-D-Mangel sowie Biotin- und Selenmangel mit Haarausfall assoziiert sein können – jedoch meist erst bei ausgeprägtem Mangel. Ein Bluttest beim Arzt (Ferritin, Zink, Vitamin D, TSH, Schilddrüsenwerte) ist sinnvoller als ein reiner DNA-Test, der nur genetische Risiken, aber keine aktuellen Mängel zeigt. Consumer-DNA-Tests wie MyBody-X können Hinweise auf genetische Prädispositionen geben, ersetzen aber keine medizinische Diagnostik. Vorsicht vor Marketingversprechen: Ein „Haarausfall-Gen“ gibt es nicht. Bei plötzlichem oder fleckförmigem Haarausfall sollte immer ein Dermatologe oder Endokrinologe konsultiert werden. Evidenz: Die Zusammenhänge sind mechanistisch und epidemiologisch belegt, aber nicht jeder Haarausfall ist durch Mangel erklärbar. Daher Einstufung als 'mixed'.
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