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warum nimmt man in den wechseljahren zu — welche Blutwerte sind relevant?

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warum nimmt man in den wechseljahren zu — welche Blutwerte sind relevant?

Die Gewichtszunahme in den Wechseljahren ist multifaktoriell bedingt. Der sinkende Östrogenspiegel führt zu einer veränderten Fettverteilung (mehr viszerales Fett) und kann die Insulinsensitivität verschlechtern. Auch der Grundumsatz sinkt oft, während Appetitregulation und Schlafqualität durch Hitzewallungen gestört werden können. Relevante Blutwerte sind: Nüchternblutzucker und HbA1c (Hinweis auf Insulinresistenz), Nüchterninsulin, TSH (Schilddrüsenfunktion – Hypothyreose wird häufiger), Östradiol und FSH (Bestätigung der Menopause), Vitamin D (Mangel begünstigt Gewichtszunahme) sowie ein Lipidprofil (Cholesterin, Triglyceride). Wichtig: Kein einzelner Laborwert erklärt die Gewichtszunahme allein. Die Werte sollten im Kontext von Lebensstil, Ernährung und Bewegung interpretiert werden. Ein Hormontest allein reicht nicht für eine Therapieentscheidung – ärztliche Abklärung ist nötig. Vorsicht vor überzogenen Versprechen von „Wechseljahre-Diäten“ oder Supplementen ohne Evidenz.

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