Bei IgG-Tests im Zusammenhang mit Fruchtbarkeit (Fertility) ist Vorsicht geboten. Die gängige medizinische Lehrmeinung stuft IgG-Blutuntersuchungen auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten als nicht zuverlässig ein. IgG-Antikörper zeigen lediglich eine Exposition gegenüber einem Nahrungsmittel an, nicht aber eine Unverträglichkeit oder Allergie. Es gibt keine belastbaren wissenschaftlichen Belege, dass IgG-Werte direkt die Fruchtbarkeit beeinflussen. Manche alternativmedizinische Ansätze behaupten einen Zusammenhang zwischen stillen Entzündungen durch Nahrungsmittel und Fruchtbarkeitsstörungen, doch randomisierte kontrollierte Studien fehlen. Wer seinen Kinderwunsch unterstützen möchte, sollte besser auf evidenzbasierte Maßnahmen setzen: ausgewogene Ernährung, ausreichende Versorgung mit Folsäure, Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren und Zink sowie ärztliche Abklärung hormoneller Faktoren. IgG-Tests können zu unnötigen Diäten und Nährstoffmangel führen, besonders wenn viele Lebensmittel gemieden werden. Der MyBody-X KombiCheck enthält Allergie- und Unverträglichkeitstests, aber auch hier gilt: IgG-basierte Unverträglichkeitstests sind nicht validiert. Für Fruchtbarkeitsthemen sind spezifische Hormon- und Nährstoffanalysen sinnvoller. Evidenzgrad: Praxis (allgemeiner Konsens) / unklar.
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