Die Frage, ob der Ratgeber zu DNA-Tests evidenzbasiert ist, lässt sich nach den vorliegenden Informationen klar verneinen. Die meisten Aussagen in solchen Ratgebern – insbesondere zu Stoffwechsel, Sportgenetik oder Ernährung – beruhen auf Studien mit sehr kleinen Effektstärken (oft <1 % Varianzaufklärung), überwiegend aus europäischen GWAS-Kohorten ohne ausreichende Replikation in anderen Ethnien. Es gibt keine randomisierten kontrollierten Studien, die belegen, dass eine genbasierte Ernährungs- oder Trainingsempfehlung einer Standardberatung überlegen ist. Die Evidenz wird daher als „Marketing“ oder „human-observational/GWAS“ eingestuft. Zudem fehlen oft klinische Validierungen für Kinder oder spezifische Medikamenteninteraktionen. Ein verantwortungsvoller Ratgeber sollte diese Limitationen klar benennen und nicht den Eindruck erwecken, dass ein DNA-Test allein die Gesundheit optimieren könne. Sicherheitshinweis: Bei Kindern oder medizinischen Fragen ist immer ein Arzt oder eine Ärztin zu konsultieren.
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