Die Frage nach dem Zusammenhang zwischen FTO und Langlebigkeit ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt. Das FTO-Gen ist vor allem durch GWAS-Studien als einer der stärksten genetischen Risikofaktoren für Adipositas und erhöhten Body-Mass-Index (BMI) bekannt. Übergewicht wiederum ist ein etablierter Risikofaktor für zahlreiche chronische Erkrankungen (z. B. Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen), die die Lebenserwartung verkürzen können. Einige Studien deuten darauf hin, dass FTO-Varianten über Mechanismen wie Appetitregulation und Energieverbrauch indirekt auf die Langlebigkeit wirken könnten. Allerdings ist die Effektgröße gering, und die meisten Assoziationen verschwinden nach Adjustierung auf den BMI. Zudem gibt es kaum direkte Evidenz aus Langlebigkeitskohorten (z. B. Hundertjährige). Die klinische Relevanz für die individuelle Lebenserwartung ist daher unklar. MyBody-X testet FTO nicht; die enthaltenen Gene (APOE, APOA5, MTHFR, HLA-DQA1) haben andere Schwerpunkte. Zusammenfassend: FTO ist kein „Langlebigkeitsgen“, sondern ein BMI-Gen mit schwachem, indirektem Einfluss auf die Lebensspanne. Die Evidenzlage ist als „unclear“ einzustufen.
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