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Myths vs Facts: Progesteron und Wechseljahre

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Myths vs Facts: Progesteron und Wechseljahre

Progesteron in den Wechseljahren ist ein häufiges Thema mit vielen Missverständnissen. Fakt: Progesteron wird oft zusammen mit Östrogen in der Hormonersatztherapie (HRT) eingesetzt, um das Risiko von Gebärmutterschleimhautkrebs zu senken, das durch Östrogen allein steigt. Mythos: Progesteron sei für alle Frauen in den Wechseljahren notwendig. Tatsächlich wird es nur bei Frauen mit intakter Gebärmutter empfohlen; nach Hysterektomie kann Östrogen allein gegeben werden. Ein weiterer Mythos: Progesteron helfe bei allen Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen. Die Evidenz zeigt, dass Progesteron vor allem den Schutz des Endometriums betrifft, während Östrogen die vasomotorischen Symptome lindert. Die Wirkung auf Schlaf und Stimmung ist individuell und nicht durch starke Studien belegt. Viele Frauen nutzen auch bioidentisches Progesteron als „natürliche“ Alternative, doch die Evidenz für Überlegenheit gegenüber synthetischem Gestagen ist schwach. Wichtig: Hormontherapie sollte individuell ärztlich begleitet werden, da Risiken wie Thrombose oder Brustkrebs bestehen. Zusammenfassend: Progesteron ist kein Allheilmittel, sondern ein gezieltes Medikament mit spezifischen Indikationen. Die Evidenzlage ist moderat, basierend auf klinischen Studien und Leitlinien.

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