Der tTG-IgA-Test (Gewebstransglutaminase-IgA) ist der primäre Screening-Marker für Zöliakie. Ein positives Ergebnis weist auf eine mögliche Glutenunverträglichkeit hin, die mit Symptomen wie Müdigkeit, Durchfall oder Gewichtsverlust einhergehen kann. Allerdings ist Müdigkeit ein unspezifisches Symptom – sie kann auch durch Eisenmangel, Schilddrüsenstörungen, Schlafmangel oder Stress verursacht werden. Ein positiver tTG-IgA-Test allein bestätigt keine Zöliakie; er erfordert eine duodenale Biopsie zur Diagnose. Zudem gibt es falsch-positive Ergebnisse bei anderen Autoimmunerkrankungen oder IgA-Mangel. Die Evidenz für den Zusammenhang zwischen tTG-IgA und Müdigkeit ist stark, aber nur im Kontext einer bestätigten Zöliakie. Ohne weitere Diagnostik bleibt die Ursache der Fatigue unklar. Ein negativer Test schließt Zöliakie weitgehend aus, aber nicht andere Ursachen. Verbraucher sollten verstehen, dass Gentests oder Biomarker allein keine vollständige Diagnose liefern. Bei anhaltender Müdigkeit ist eine ärztliche Abklärung mit Blutbild, Eisenstatus, Schilddrüsenwerten und ggf. weiteren Autoimmunmarkern sinnvoll.
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