Ein DNA-Test auf CRP (C-reaktives Protein) ist für die Beurteilung von Entzündungen im Körper nicht sinnvoll. CRP ist ein akute-Phase-Protein, dessen Blutspiegel stark durch Infektionen, Gewebeschäden, chronische Erkrankungen, Rauchen, Ernährung und Bewegung beeinflusst wird. Genetische Varianten (z. B. im CRP-Gen) erklären nur einen kleinen Teil der Varianz – meist unter 10 %. DTC-Tests, die ein „genetisches Risiko für erhöhtes CRP“ angeben, sind daher irreführend. Die klinische Entscheidungsfindung basiert auf direkt gemessenen CRP-Werten (z. B. hs-CRP), nicht auf Genvarianten. Ein DNA-Test kann eine Blutuntersuchung nicht ersetzen und führt oft zu unnötiger Verunsicherung. Evidenz: human-moderate (GWAS zeigen Assoziation, aber geringe Prädiktion). Caveat: Keine validierte klinische Anwendung für CRP-DNA-Tests. Bei Verdacht auf Entzündung immer ärztliche Abklärung mit Bluttest.
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