Häufige Fehler bei der Interpretation eines MTHFR-Checks sind: 1) Die Annahme, dass eine MTHFR-Variante allein die Gesundheit bestimmt. DNA-Tests überschätzen oft die genetische Determination – Umwelt und Lebensstil sind meist wichtiger. 2) Die unkritische Einnahme von hochdosiertem Methylfolat ohne vorherige Bestimmung von Homocystein, Vitamin B12 und B6. Ein MTHFR-677T-Befund bedeutet nicht automatisch einen Mangel. 3) Die Missachtung der sicheren Obergrenze von Folsäure. Laut Kontext (PMID 26497154) sind 400–800 µg/Tag in der Schwangerschaft sicher, die Obergrenze liegt bei 1.000 µg/Tag. Höhere Dosen können Risiken bergen. 4) Die fälschliche Gleichsetzung von MTHFR mit Herzkrankheiten oder Thrombosen – die Evidenz für kausale Zusammenhänge ist schwach. 5) Das Ignorieren von B12- und B6-Status, da diese ebenfalls den Homocysteinspiegel beeinflussen. Fazit: Ein MTHFR-Check ist nur im Gesamtkontext sinnvoll. Lassen Sie sich ärztlich beraten, bevor Sie Nahrungsergänzungsmittel hochdosieren.
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