Die Genetik von IgE-vermittelten Allergien ist komplex und polygen. GWAS haben zahlreiche Risikovarianten identifiziert (z. B. in IL-4, IL-13, FCER1A), aber der prädiktive Wert einzelner SNPs ist gering. IgE-Spiegel werden stark durch Umwelt, Epigenetik und Mikrobiom beeinflusst. Consumer-DNA-Tests, die ein „Allergierisiko“ ausgeben, überschätzen oft die klinische Relevanz. Ein positiver Befund bedeutet nicht zwangsläufig eine Allergie; umgekehrt schließt ein negativer Befund eine Allergie nicht aus. Die Evidenz für personalisierte Ernährungsempfehlungen basierend auf IgE-Genetik ist schwach. Sicherheitshinweis: IgE-Genetik ersetzt keine Allergiediagnostik (Pricktest, spezifisches IgE, Provokation). Bei Verdacht auf Allergie ist ein Arztbesuch unerlässlich. Die Grenzen liegen in der geringen Sensitivität/Spezifität und der fehlenden Berücksichtigung von Epitop-spezifischen IgE und Kreuzreaktionen.
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