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ist der blutdruck morgens niedriger

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ist der blutdruck morgens niedriger

Die Frage, ob der Blutdruck morgens niedriger ist, lässt sich differenziert beantworten. Der Blutdruck unterliegt einem zirkadianen Rhythmus: Während des Schlafs sinkt er typischerweise um 10–20 % gegenüber dem Tagesmittelwert (sogenanntes „Nocturnal Dipping“). Direkt nach dem Aufwachen und Aufstehen steigt er jedoch deutlich an – dies wird als „Morning Surge“ bezeichnet. Dieser Anstieg ist physiologisch, kann aber bei Bluthochdruckpatienten ausgeprägt sein und mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko einhergehen. Der niedrigste Blutdruck wird also in der Regel in den frühen Morgenstunden (ca. 3–5 Uhr) gemessen, nicht nach dem Aufstehen. Für eine verlässliche Beurteilung ist eine 24-Stunden-Blutdruckmessung (ABDM) sinnvoll, die den nächtlichen Abfall und den morgendlichen Anstieg dokumentiert. Bei MyBody-X-Tests oder genetischen Analysen gibt es keine direkte Blutdruckmessung; solche Tests können allenfalls Risikofaktoren wie FADS1- oder TNF-Varianten identifizieren, die mit kardiovaskulären Prozessen in Verbindung stehen – jedoch ohne klinische Diagnosekraft. Die Evidenz für den zirkadianen Blutdruckrhythmus ist human-strong, basierend auf zahlreichen klinischen Studien und Leitlinien. Caveat: Individuelle Abweichungen (z. B. „Non-Dipping“) sind möglich und sollten ärztlich abgeklärt werden.

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