Häufige Fehler bei der Helicobacter-Basis-Diagnostik (z. B. Stuhltest, Atemtest oder DNA-Test) sind: 1) **Falsche Testwahl**: Ein IgG-Antikörpertest aus dem Blut zeigt nur eine zurückliegende Infektion an, nicht eine aktive. Für die aktuelle Besiedlung sind Stuhl-Antigen-Test oder ¹³C-Atemtest geeignet. 2) **Fehlende Vorbereitung**: Vor einem Atemtest muss der Patient nüchtern sein und darf keine Protonenpumpenhemmer (PPI) oder Antibiotika eingenommen haben – sonst drohen falsch-negative Ergebnisse. 3) **Überinterpretation von DNA-Tests**: Genetische Varianten (z. B. in IL1B oder TLR4) können das Risiko für Magenschleimhautentzündung oder Karzinom leicht erhöhen, sind aber nicht diagnostisch. Die meisten Träger entwickeln nie Symptome. 4) **Keine Bestätigung nach Therapie**: Nach einer Eradikation muss ein Kontrolltest (Stuhl oder Atem) erfolgen, frühestens vier Wochen nach Therapieende. 5) **Ignorieren von Resistenzen**: Bei Therapieversagen sollte eine Resistenztestung (z. B. aus Biopsie) erwogen werden. Fazit: Helicobacter-Diagnostik ist nützlich, aber nur bei korrekter Indikation und Durchführung. Ein positiver Gentest allein rechtfertigt keine Therapie.
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