SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin) reguliert die Bioverfügbarkeit von Testosteron und Östradiol. Bei Frauen sind niedrige SHBG-Spiegel oft mit Insulinresistenz und PCOS assoziiert, was die Fruchtbarkeit durch Anovulation und Zyklusstörungen beeinträchtigt. Bei Männern beeinflusst SHBG den freien Testosteronspiegel; ein zu hohes SHBG kann zu relativem Androgenmangel führen und die Spermatogenese stören. Die Evidenz für diese Zusammenhänge stammt aus klinischen Studien und Endokrinologie-Leitlinien (human-moderat). Direkt-zu-Verbraucher-DNA-Tests messen SHBG nicht – es ist ein Blutmarker, der durch Lebensstil, Ernährung und Hormonstatus beeinflusst wird. Genetische Varianten (z. B. im SHBG-Gen) haben nur kleine Effekte. Wer Fruchtbarkeitsprobleme hat, sollte ärztlich SHBG, freies Testosteron, LH, FSH und Östradiol bestimmen lassen. Keine Supplemente ohne ärztliche Abklärung. Caveat: SHBG allein ist kein Fruchtbarkeitstest; die Ursachen sind multifaktoriell.
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