Vitamin B12 (Cobalamin) ist essenziell für die Blutbildung, Nervenfunktion und den Energiestoffwechsel. Im Sportkontext ranken sich viele Mythen darum. **Mythos 1: B12 steigert die Leistung bei jedem.** Fakt: Nur bei nachgewiesenem Mangel (z. B. durch vegane Ernährung, Magen-Darm-Erkrankungen oder bestimmte Medikamente) kann eine Supplementierung die Leistungsfähigkeit verbessern. Bei ausreichendem Status bringt zusätzliches B12 keinen sportlichen Vorteil. **Mythos 2: B12-Injektionen sind oralen Präparaten überlegen.** Fakt: Bei intakter Resorption sind orale Gaben (z. B. 500–1000 µg/Tag) ebenso wirksam. Injektionen sind nur bei Resorptionsstörungen (z. B. perniziöse Anämie) nötig. **Mythos 3: Alle Athleten brauchen B12-Supplemente.** Fakt: Fleisch-, Fisch- und Milchkonsumenten decken ihren Bedarf meist problemlos. Veganer und ältere Sportler haben jedoch ein erhöhtes Risiko für einen Mangel, der zu Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und erhöhter Verletzungsanfälligkeit führen kann. Ein Bluttest (Holotranscobalamin, Homocystein) gibt Klarheit. Die Evidenz für Leistungssteigerung bei Nicht-Mangel ist schwach. Caveat: Hohe Dosen B12 gelten als unbedenklich, aber unnötige Supplementierung ist Geldverschwendung.
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