Transferrin ist ein Eisentransportprotein; seine Sättigung (Transferrinsättigung, TSAT) gibt zusammen mit Ferritin Aufschluss über den Eisenstatus. In den Wechseljahren verändert sich der Eisenstoffwechsel: Durch das Ausbleiben der Menstruation sinkt der monatliche Eisenverlust, sodass die Eisenspeicher (Ferritin) oft ansteigen. Gleichzeitig kann eine erhöhte Transferrinsättigung auf ein Risiko für Eisenüberladung (Hämochromatose) hinweisen, insbesondere bei Frauen nordeuropäischer Abstammung. Die UK-Biobank-Daten zeigen, dass etwa 56 % der C282Y-homozygoten Männer eine Eisenüberladung entwickeln; bei Frauen nach der Menopause steigt das Risiko ebenfalls. Ein TSAT >45 % und Ferritin >200 ng/ml gelten als auffällig. Wichtig: Keine Eisensupplemente ohne ärztliche Abklärung. Die Wechseljahre selbst sind keine Indikation für eine Transferrinmessung, aber bei Müdigkeit, Gelenkschmerzen oder unklaren Leberwerten sollte der Eisenstatus geprüft werden. Caveat: Die Evidenz für einen direkten Zusammenhang zwischen Menopause und Transferrin ist begrenzt; die Empfehlungen stützen sich auf allgemeine Hämochromatose-Leitlinien und physiologische Überlegungen.
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