Die Idee, dass DNA-Tests für die Hautpflege personalisierte Empfehlungen liefern können, insbesondere im Kontext von Stress, ist wissenschaftlich noch schwach belegt. Zwar gibt es Gene wie MMP1 (Kollagenabbau), SOD2 (oxidativer Stress) oder FOXO3 (Langlebigkeit), die mit Hautalterung oder Stressreaktion assoziiert sind – die Effekte sind jedoch meist klein, populationsabhängig und nicht ausreichend für konkrete Produktempfehlungen. Die meisten kommerziellen „Skin DNA“-Tests stützen sich auf mechanistische oder GWAS-Daten mit geringer Evidenz. Zudem wird der Einfluss von Lebensstil, Umwelt und Hormonen auf die Haut oft unterschätzt. Ein Test kann als Motivation dienen, ersetzt aber keine ärztliche Beratung. Vorsicht vor überhöhten Versprechungen: Kein SNP bestimmt allein, wie Ihre Haut auf Stress reagiert.
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