Vitamin B12 ist essenziell für Blutbildung, Nervenfunktion und DNA-Synthese. Hauptquellen sind tierische Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte. Pflanzliche Lebensmittel enthalten kaum bioverfügbares B12, daher ist bei veganer Ernährung eine Supplementierung unerlässlich. Die Aufnahme wird durch Intrinsic Factor im Magen ermöglicht; mit zunehmendem Alter oder bei Magen-Darm-Erkrankungen kann die Resorption gestört sein. Genetische Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle: Der FUT2-Genotyp (rs601338) beeinflusst die B12-Absorption. Träger der Non-Sekretor-Variante haben oft niedrigere B12-Spiegel. Ein Bluttest (Holotranscobalamin, Homocystein) kann den Status klären. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei etwa 4 µg, bei Mangel oder Risikogruppen höher. Eine Überdosierung ist unwahrscheinlich, da überschüssiges B12 ausgeschieden wird. Dennoch sollte Supplementierung nicht unkritisch erfolgen – insbesondere bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme (z.B. Metformin, Protonenpumpenhemmer) ist ärztliche Rücksprache sinnvoll. Die Evidenz für B12-Supplementierung bei allgemeiner Bevölkerung ohne Mangel ist begrenzt.
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