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Häufige Fehler bei Blutbild Senioren

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Häufige Fehler bei Blutbild Senioren

Bei Blutbildern von Senioren treten häufig Fehler auf, die zu Fehlinterpretationen führen. Ein klassischer Fehler ist die unkritische Anwendung von Referenzbereichen, die oft an jüngeren Erwachsenen ermittelt wurden. So können altersbedingte Veränderungen wie ein leichter Abfall von Hämoglobin, Eisen oder Vitamin B12 fälschlich als pathologisch gewertet werden, obwohl sie im höheren Alter physiologisch sein können. Auch die Nierenfunktion (Kreatinin, eGFR) wird oft überschätzt, da die Muskelmasse abnimmt – hier sind cystatin C-basierte Formeln genauer. Ein weiterer Fehler ist das Übersehen einer Anämie bei chronischer Erkrankung, die sich als normozytär-normochrom präsentiert und nicht auf Eisenmangel zurückgeht. Zudem können Medikamente wie ASS, Statine oder Antikoagulanzien die Blutwerte beeinflussen (z. B. erhöhte Leberwerte, verlängerte INR). Auch die Blutentnahme selbst ist fehleranfällig: langes Stauen verfälscht Elektrolyte und Gerinnung. Fazit: Blutbilder bei Senioren erfordern altersangepasste Referenzen, Berücksichtigung von Komorbiditäten und Medikation sowie kritische Interpretation. Einzelfallbewertung durch den Arzt ist unerlässlich.

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