Die Behauptung, dass eine Helicobacter-pylori-Infektion direkt den Schlaf beeinträchtigt, ist wissenschaftlich schwach belegt. Zwar gibt es Hinweise auf eine mögliche Verbindung über die Darm-Hirn-Achse und entzündungsvermittelte Mechanismen, doch fehlen robuste klinische Studien, die einen kausalen Zusammenhang belegen. Einige Beobachtungsstudien berichten von einer erhöhten Prävalenz von Schlafstörungen bei Infizierten, aber Störfaktoren wie Stress, Ernährung oder Komorbiditäten werden oft nicht ausreichend kontrolliert. Zudem können Symptome wie Sodbrennen oder nächtliche Magenschmerzen den Schlaf indirekt stören, ohne dass die Infektion selbst schlafregulierende Zentren beeinflusst. Die Evidenzlage ist daher als unklar einzustufen. Verbraucher sollten sich nicht auf DNA-Tests oder nicht validierte Biomarker verlassen, die eine Schlafproblematik auf H. pylori zurückführen. Eine ärztliche Abklärung bei anhaltenden Schlafbeschwerden ist ratsam, wobei eine H.-pylori-Eradikation nur bei nachgewiesener Ulkuskrankheit oder anderen klaren Indikationen empfohlen wird.
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