Als Sportler kann Müdigkeit viele Ursachen haben – von Übertraining und Schlafmangel bis zu Nährstoffdefiziten. Ein häufiger, oft übersehener Grund ist ein niedriger Ferritinwert (Eisenspeicher). Bei Ausdauersportlern ist Eisenmangel besonders verbreitet, da durch Schwitzen, Hämolyse und erhöhten Umsatz Verluste entstehen. Ein Bluttest auf Ferritin, komplettes Blutbild und CRP kann Klarheit schaffen. Die WHO empfiehlt ein Screening bei Risikogruppen, warnt aber vor Selbstmedikation: Überschüssiges Eisen ist toxisch. Ein DNA-Test (z. B. MyBody-X) kann genetische Neigungen wie Hämochromatose oder veränderte Vitamin-D-Verwertung zeigen, aber keine exakte Makronährstoffverteilung vorgeben. Die Effektstärken sind klein, die Ernährung ist multifaktoriell. Auch Schilddrüsenwerte, Vitamin B12 und D sollten geprüft werden. Viele Athleten erwarten von Gentests präzise Diäten – die Realität ist: Die Evidenz ist überwiegend GWAS-basiert, nicht klinisch handlungsleitend. Ein Arztbesuch mit gezielter Labordiagnostik ist der sicherste Weg. Marketing übertreibt oft die Aussagekraft von DNA-Tests. Fazit: Müdigkeit beim Sportler ist ernst zu nehmen; ein Ferritin-Check ist evidenzstark, ein DNA-Test liefert Hinweise, aber keine fertigen Antworten.
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