HsCRP (hochsensitives C-reaktives Protein) ist ein etablierter Entzündungsmarker, der auf systemische Entzündungen hinweist. Ein erhöhter hsCRP-Wert (>2–3 mg/l) kann mit einer gestörten Darmbarriere („Leaky Gut“) oder Dysbiose zusammenhängen, da die Darmflora Entzündungsprozesse im ganzen Körper beeinflusst. Allerdings ist hsCRP kein spezifischer Darmmarker – auch Infektionen, Rauchen, Übergewicht oder Stress können ihn erhöhen. Studien zeigen, dass eine ballaststoffreiche Ernährung, Omega-3-Fettsäuren und Probiotika den hsCRP-Wert senken können, was auf eine Verbesserung der Darmgesundheit hindeutet. Dennoch ist die Evidenz für eine direkte Kausalität moderat: Viele Studien sind Beobachtungsstudien, und die individuelle Variabilität ist hoch. Ein hsCRP-Test allein reicht nicht zur Diagnose einer Darmerkrankung. Sinnvoll ist die Kombination mit Stuhlmarkern (z. B. Calprotectin) und einer ärztlichen Abklärung. Verbraucher sollten sich bewusst sein, dass Lifestyle-Faktoren den Wert stark beeinflussen und ein einzelner Messwert wenig aussagekräftig ist.
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