FOXO3 ist ein Gen, das vor allem mit Langlebigkeit assoziiert wird. Im Kontext der Fruchtbarkeit gibt es Hinweise aus GWAS-Studien, dass bestimmte Varianten (z. B. rs2802292) mit einem späteren Menopausenalter und möglicherweise längerer reproduktiver Lebensspanne zusammenhängen. Die Effektstärken sind jedoch klein, und die Evidenz ist moderat – es handelt sich um populationsgenetische Assoziationen, nicht um kausale Mechanismen. Ein DNA-Test auf FOXO3 kann daher keine Aussage über die individuelle Fruchtbarkeit, Eizellqualität oder Erfolgschancen einer Kinderwunschbehandlung treffen. Lebensstilfaktoren (Ernährung, Stress, Rauchen) und klinische Marker (AMH, FSH) haben einen weitaus größeren Einfluss. Die MyBody-X-Tests (z. B. Fertility Check) messen Hormone, nicht FOXO3. Wer FOXO3 im Rahmen eines DNA-Tests analysieren lässt, sollte die Limitationen kennen: Die Ergebnisse sind nicht diagnostisch und nicht handlungsleitend. Evidenz: gwas/human-moderate.
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