Bei einem Testosteron-Test in der Menopause ist Vorsicht geboten: Testosteronwerte schwanken tageszeitlich und zyklusabhängig, und die Referenzbereiche für Frauen sind uneinheitlich. Ein einzelner Test kann daher irreführend sein. Zudem ist die Evidenz für einen Nutzen einer Testosteron-Therapie in den Wechseljahren begrenzt – sie wird oft als Off-Label-Behandlung eingesetzt, aber nicht von allen Leitlinien empfohlen. Achten Sie darauf, dass der Test zuverlässig ist (z. B. Speichel oder Blut mit Massenspektrometrie) und dass die Interpretation durch einen Arzt erfolgt, der die individuelle Symptomatik und andere Hormone (Östradiol, SHBG) berücksichtigt. Ohne ärztliche Begleitung kann eine Selbsttestung zu Fehlentscheidungen führen. Evidenz: praxisbasiert, aber nicht durch große Studien gestützt.
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