MC4R (Melanocortin-4-Rezeptor) ist vor allem für seine Rolle bei der Appetitregulation und Energiehomöostase bekannt. Einige GWAS-Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen MC4R-Varianten und Schlafparametern hin, etwa der Schlafdauer oder dem Risiko für Narkolepsie. Die Effekte sind jedoch klein und inkonsistent. Es handelt sich um Assoziationen, nicht um kausale Belege. Der Mythos, dass ein MC4R-Test allein aussagekräftige Schlafempfehlungen liefert, ist nicht haltbar. Schlaf wird durch viele Gene, Umweltfaktoren und Verhalten beeinflusst. Ein DNA-Test auf MC4R kann daher keine personalisierte Schlafstrategie begründen. Die Evidenz ist moderat (human-moderate), basierend auf populationsbasierten Studien ohne klinische Validierung für Schlafinterventionen. Verbraucher sollten skeptisch sein gegenüber Marketing, das aus einem einzelnen Genommarker weitreichende Schlafratschläge ableitet. Stattdessen sind bewährte Schlafhygiene und ärztliche Abklärung bei Schlafstörungen der richtige Weg.
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