Die Frage, ob Vitamin B12 den Schlaf verbessern kann, ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Vitamin B12 ist essenziell für die Bildung von Myelinscheiden, die DNA-Synthese und die Funktion des Nervensystems. Ein Mangel an B12 kann zu Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und in schweren Fällen zu neurologischen Symptomen führen, die indirekt den Schlaf beeinträchtigen können. Allerdings gibt es keine robusten klinischen Studien, die zeigen, dass eine B12-Supplementierung bei Menschen ohne nachgewiesenen Mangel die Schlafqualität verbessert. Einige kleinere Studien deuten auf einen möglichen Einfluss auf den zirkadianen Rhythmus hin, insbesondere in Kombination mit Melatonin, aber die Evidenz ist schwach und widersprüchlich. Die meisten Empfehlungen basieren auf mechanistischen Überlegungen oder Beobachtungsstudien. Für gesunde Personen mit ausreichender B12-Versorgung ist ein zusätzlicher Nutzen für den Schlaf unwahrscheinlich. Ein Bluttest auf B12-Spiegel kann sinnvoll sein, wenn ein Mangel vermutet wird (z. B. bei Veganern, älteren Menschen oder bei Einnahme von Protonenpumpenhemmern). Ohne Mangel ist eine Supplementierung zur Schlafverbesserung nicht evidenzbasiert. Caveat: Hohe Dosen B12 sind zwar meist sicher, aber unnötig. Die Evidenzlage ist insgesamt als unklar einzustufen.
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