HLA-DQ2 ist ein Gen, das stark mit Zöliakie assoziiert ist. Ein direkter Zusammenhang zwischen HLA-DQ2 und Schlaf ist wissenschaftlich nicht belegt. Mögliche indirekte Verbindungen könnten über die Zöliakie-Erkrankung selbst bestehen: Unbehandelte Zöliakie kann durch chronische Entzündungen, Nährstoffmängel (z. B. Eisen, Vitamin D) oder Begleiterkrankungen wie Fatigue zu Schlafstörungen führen. Allerdings ist HLA-DQ2 nur ein Risikofaktor – die meisten Träger entwickeln keine Zöliakie. Die Evidenz für eine direkte Schlafwirkung ist schwach und basiert auf mechanistischen Überlegungen, nicht auf robusten Humanstudien. Consumer-DNA-Tests, die HLA-DQ2 analysieren, sollten nicht als Schlafratgeber interpretiert werden. Bei Schlafproblemen sind Lebensstil, Stress und medizinische Abklärung (z. B. Schilddrüse, Eisenstatus) relevanter. Ein Zöliakie-Test (inkl. Antikörper) ist bei Verdacht sinnvoll, aber HLA-DQ2 allein sagt wenig über Schlafqualität aus.
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