CRP (C-reaktives Protein) ist ein etablierter Entzündungsmarker, aber die Interpretation im Kontext von Langlebigkeit erfordert Differenzierung. **Fakt:** Chronisch erhöhtes CRP (≥3 mg/l) ist in epidemiologischen Studien mit erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und vorzeitiger Sterblichkeit assoziiert – dies ist durch Metaanalysen (z. B. Kaptoge et al., Lancet 2010) gut belegt. **Mythos:** Ein einzelner CRP-Wert sagt nicht direkt die individuelle Lebenserwartung voraus. CRP ist ein unspezifischer Marker; akute Infekte, Verletzungen oder Lebensstilfaktoren (Rauchen, Adipositas, Bewegungsmangel) können ihn kurzfristig erhöhen. Zudem gibt es genetische Varianten (z. B. im CRP-Gen), die das basale CRP beeinflussen, ohne das Krankheitsrisiko zu erhöhen (Mendelsche Randomisierungsstudien). **Fazit:** CRP ist ein nützlicher Risikoindikator, aber kein „Langlebigkeits-Gen“. Eine Senkung von CRP durch Lebensstiländerung (Ernährung, Bewegung) kann die Gesundheit fördern, aber direkte Kausalität ist nicht bewiesen. Bei MyBody-Tests: CRP wird oft als Biomarker angeboten, jedoch ohne klinische Diagnose. Die Evidenz ist moderat (epidemiologisch), nicht kausal.
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