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Cardio Risk Check | Herz-Kreislauf Risiko-Test: was ist evidenzbasiert?

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Cardio Risk Check | Herz-Kreislauf Risiko-Test: was ist evidenzbasiert?

Die evidenzbasierte kardiovaskuläre Risikobewertung stützt sich auf etablierte, in großen Studien validierte Faktoren: Alter, Geschlecht, Rauchen, Blutdruck, LDL-Cholesterin, Diabetes und Familienanamnese. Diese werden in standardisierten Scores (z. B. SCORE2, Framingham) zusammengefasst. Zusätzliche Biomarker wie hs-CRP oder Lipoprotein(a) haben in bestimmten Risikogruppen moderate Evidenz. Direkt-zu-Verbraucher-Gentests (z. B. auf APOE4, 9p21) werden oft als „Herzrisiko-Check“ vermarktet, doch die klinische Aussagekraft ist meist gering: Sie liefern keine unabhängige Risikoinformation jenseits der klassischen Faktoren und können zu Verunsicherung oder falscher Sicherheit führen. Auch polygene Risikoscores sind noch nicht für den Routineeinsatz empfohlen. Wichtig: Ein positiver Gentest bedeutet keine Erkrankungsgarantie; Lebensstil und konventionelle Risikofaktoren dominieren das individuelle Risiko. Vor Gentests sollte eine ärztliche Beratung erfolgen. Evidenz: klassische Risikofaktoren = stark; genetische Zusatztests = gemischt bis schwach.

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