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Myths vs Facts: Zöliakie Test und Fruchtbarkeit

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Myths vs Facts: Zöliakie Test und Fruchtbarkeit

Mythos: Zöliakie betrifft nur den Darm – Fakt: Unbehandelte Zöliakie kann über Malabsorption (Eisen, Folsäure, Vitamin D) und autoimmune Entzündungsprozesse die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Studien zeigen eine erhöhte Prävalenz von Zöliakie bei Frauen mit unerklärter Infertilität (ca. 2–4 % vs. 1 % in der Allgemeinbevölkerung). Mythos: Nur symptomatische Personen sollten getestet werden – Fakt: Auch subklinische oder „stille“ Zöliakie kann Fruchtbarkeitsprobleme verursachen. Die Serologie (tTG-IgA) ist zuverlässig, aber eine Dünndarmbiopsie bleibt Goldstandard. Mythos: Ein positiver Test bedeutet, dass man keine Kinder bekommen kann – Fakt: Eine strikt glutenfreie Diät normalisiert bei den meisten Betroffenen die Fruchtbarkeit innerhalb von Monaten. Einschränkung: Die Evidenz basiert überwiegend auf Beobachtungsstudien; randomisierte kontrollierte Studien fehlen. Für Männer gibt es Hinweise auf reduzierte Spermienqualität bei unbehandelter Zöliakie. Fazit: Ein Zöliakie-Test ist bei unerklärter Infertilität sinnvoll, aber die Ergebnisse müssen im klinischen Kontext interpretiert werden. Die genetische Testung auf HLA-DQ2/DQ8 allein reicht nicht aus – sie schließt Zöliakie nur aus, bestätigt sie nicht.

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