Ein DNA-Test kann theoretisch auf genetische Varianten hinweisen, die mit erhöhten Triglyceriden assoziiert sind (z. B. in APOA5, LPL oder FTO). Die Effektstärken sind jedoch meist klein, und der Lebensstil (Ernährung, Bewegung, Gewichtsmanagement) hat einen weitaus größeren Einfluss. Die aktuelle Evidenzlage ist moderat: Es gibt GWAS-Assoziationen, aber keine randomisierten Studien, die belegen, dass eine Gen-basierte Empfehlung die Triglyceride besser senkt als eine allgemeine Lebensstilberatung. Ein DNA-Test kann daher als Motivationshilfe oder zur Personalisierung dienen, ersetzt aber keine ärztliche Abklärung und keine evidenzbasierte Therapie (z. B. Statine, Fibrate bei hohen Werten). Vorsicht vor überhöhten Versprechungen: Die meisten kommerziellen Tests liefern keine klinisch relevanten Handlungsanweisungen. Bei stark erhöhten Triglyceriden (>500 mg/dL) ist immer eine medizinische Ursachensuche nötig.
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