CRP (C-reaktives Protein) ist ein etablierter Biomarker für systemische Entzündungen, der in der Leber als Reaktion auf Interleukin-6 (IL-6) produziert wird. Die Haut als größtes Organ ist eng mit dem Immunsystem verbunden: Chronisch-entzündliche Hauterkrankungen wie Psoriasis, Akne, Ekzeme oder Rosazea gehen oft mit erhöhten CRP-Werten einher. Umgekehrt kann eine systemische Entzündung (z. B. durch Übergewicht, Rauchen oder Stress) die Hautalterung beschleunigen – Stichwort „Inflammaging“. Dabei fördern Entzündungsmediatoren den Kollagenabbau und beeinträchtigen die Barrierefunktion. Ein DNA-Test auf einzelne Entzündungsgene (z. B. rs1800795 im IL-6-Gen) hat nur geringe Aussagekraft; die Evidenz stammt aus GWAS und Beobachtungsstudien, nicht aus randomisierten Studien, die einen direkten Nutzen von Supplementen belegen. Sinnvoller ist die Messung des hochsensitiven CRP (hs-CRP) im Blut, um das individuelle Entzündungsniveau zu erfassen. Allerdings ist CRP nicht haut-spezifisch – erhöhte Werte können viele Ursachen haben. Eine ganzheitliche Betrachtung (Ernährung, Bewegung, Stressmanagement, Hautpflege) ist wichtiger als isolierte Gen- oder Blutmarker. Vorsicht vor Marketing, das einzelne SNPs als „Hautentzündungs-Gene“ überbewertet.
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