Mythen vs. Fakten: AMH und Schlaf. Es gibt keine robuste Evidenz dafür, dass Schlafqualität oder -dauer direkt den AMH-Spiegel beeinflussen. AMH (Anti-Müller-Hormon) wird von den Eierstockfollikeln produziert und dient als Marker für die ovarielle Reserve, nicht für die aktuelle Fruchtbarkeit. Der AMH-Spiegel sinkt natürlicherweise mit dem Alter und wird durch genetische Faktoren, orale Kontrazeptiva und bestimmte Erkrankungen wie PCOS beeinflusst. Schlafmangel kann zwar über die Hypothalamus-Hypophysen-Achse die Reproduktionshormone (LH, FSH) stören, aber direkte Effekte auf AMH sind in Studien nicht konsistent belegt. Ein Mythos ist, dass man durch besseren Schlaf die Eizellreserve steigern könne – das ist nicht möglich. Fakt ist: AMH ist ein diagnostisches Hilfsmittel, kein Lifestyle-Marker. Wer seinen AMH-Wert optimieren möchte, sollte auf evidenzbasierte Maßnahmen wie Rauchstopp und gesunde Ernährung achten, nicht auf Schlaf allein. Caveat: AMH-Tests sind kein Fruchtbarkeitstest; sie geben nur einen Anhaltspunkt für die verbleibende Eizellreserve.
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