Ein erhöhter CRP-Wert (C-reaktives Protein) ist ein unspezifischer Entzündungsmarker, der von der Leber als Reaktion auf Interleukin-6 produziert wird. Akute Infektionen, chronische Entzündungen (z. B. rheumatoide Arthritis), Gewebeschäden oder auch Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Adipositas und Bewegungsmangel können den Wert steigern. In der kardiovaskulären Risikobewertung wird hochsensitives CRP (hs-CRP) verwendet: Werte über 2 mg/l gelten als moderates Risiko, über 3 mg/l als hohes Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse. Allerdings ist CRP nicht spezifisch – eine einzelne Messung sagt wenig über die Ursache aus. Consumer-DNA-Tests, die genetische Varianten mit CRP in Verbindung bringen (z. B. im CRP-Gen), haben nur schwache prädiktive Aussagekraft, da der Großteil der Varianz durch Umwelt und Lebensstil bestimmt wird. Die Evidenz für den klinischen Nutzen von CRP als alleinigem Risikomarker ist moderat; Leitlinien empfehlen eine Gesamtrisikobewertung. Vorsicht: Ein erhöhter CRP-Wert sollte ärztlich abgeklärt werden, insbesondere bei persistierender Erhöhung. Die MyBody-X-Tests können Hinweise geben, ersetzen aber keine medizinische Diagnostik.
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