Evidenz-Check: Cardio Risk Check | Herz-Kreislauf Risiko-Test im Kontext von menopause
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TIKKI Wissensantwort
Der ‚Cardio Risk Check‘ als Heimtest verspricht eine Einschätzung des Herz-Kreislauf-Risikos, oft basierend auf Lipidprofil, Entzündungsmarkern und ggf. genetischen Varianten. Im Kontext der Menopause ist Vorsicht geboten: Der natürliche Östrogenabfall verändert das kardiovaskuläre Risiko (erhöhtes LDL, niedrigeres HDL, veränderte Gefäßfunktion). Ein Heimtest kann diese dynamischen Veränderungen nicht abbilden, da er meist nur einen einzelnen Zeitpunkt misst und keine menopausespezifischen Referenzwerte oder Risikofaktoren wie Blutdruck, Rauchen oder Diabetes einbezieht. Die Evidenz für solche Tests ist schwach – sie basieren oft auf etablierten Markern (z. B. Cholesterin), aber die Interpretation ohne ärztliche Einordnung ist irreführend. Zudem fehlen valide Studien, die einen Nutzen für die Prävention belegen. Mein Rat: Solche Tests können als Gesprächsgrundlage dienen, ersetzen aber keine ärztliche Risikostratifizierung (z. B. SCORE2 oder PROCAM) und keine individuelle Beratung zu Lebensstil oder Hormontherapie. Evidenz: marketing/unclear.
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