Der Hämoglobinwert (Hb) ist ein zentraler Laborparameter für die Sauerstofftransportkapazität des Blutes. Die Referenzbereiche sind geschlechts- und altersabhängig sowie von der Höhenlage beeinflusst. Für erwachsene Männer gelten 13,5–17,5 g/dL (135–175 g/L) als normal, für nicht-schwangere Frauen 12,0–15,5 g/dL (120–155 g/L). Bei Kindern und Schwangeren liegen die Werte physiologisch niedriger. Ein Hb unterhalb des Referenzbereichs weist auf eine Anämie hin – mögliche Ursachen sind Eisenmangel, Blutverlust, chronische Entzündungen oder Nierenerkrankungen. Ein erhöhter Hb kann auf Dehydratation, Rauchen, Schlafapnoe oder eine Polyglobulie hindeuten. Wichtig: Die genannten Bereiche sind klinisch etabliert (Evidenzstärke: human-strong), jedoch können individuelle Labore leicht abweichende Grenzen verwenden. Einzelfallbewertungen sollten immer durch einen Arzt erfolgen, insbesondere bei Abweichungen oder Symptomen wie Müdigkeit, Blässe oder Kurzatmigkeit. Consumer-Labortests können den Hb messen, ersetzen aber keine ärztliche Diagnostik.
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