CRP (C-reaktives Protein) ist bei Männern vor allem im Rahmen der kardiovaskulären Risikobewertung sinnvoll, insbesondere das hochsensitive CRP (hs-CRP). Studien zeigen, dass hs-CRP bei Männern mit intermediärem Risiko (10–20 % 10-Jahres-Risiko) zusätzliche Informationen liefern kann, um die Risikostratifizierung zu verbessern. Allerdings ist CRP kein alleiniger Diagnosemarker – erhöhte Werte können auch durch akute Infekte, chronische Entzündungen oder Adipositas bedingt sein. Die Evidenz stützt sich auf Beobachtungsstudien und Metaanalysen, nicht auf randomisierte kontrollierte Studien, die einen klaren Nutzen belegen. Für asymptomatische Männer ohne Risikofaktoren ist ein Routinescreening nicht empfohlen. Bei bestehenden Risikofaktoren (z. B. Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes) kann hs-CRP als ergänzender Marker sinnvoll sein, sollte aber nie isoliert interpretiert werden. Hinweis: Verbraucher-Labortests (z. B. MyBody-X) bieten CRP-Messungen an, jedoch ohne ärztliche Einordnung. Ein erhöhter Wert erfordert ärztliche Abklärung, da er auf versteckte Entzündungen oder Infektionen hinweisen kann. Die klinische Praxis empfiehlt, CRP im Kontext von Lebensstil, anderen Biomarkern und der individuellen Krankengeschichte zu bewerten.
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