Die Frage nach MTHFR und Allergien ist komplex und wird oft von Direktvermarktern überhöht. MTHFR kodiert für ein Enzym des Folsäure-Stoffwechsels und beeinflusst die Methylierung. Einige Studien diskutieren einen möglichen Zusammenhang zwischen Methylierungsstörungen und allergischen Erkrankungen (z. B. Asthma, atopische Dermatitis), jedoch ist die Evidenzlage schwach und inkonsistent. Die meisten Daten stammen aus Assoziationsstudien ohne klare Kausalität. Wichtiger als ein einzelnes MTHFR-SNP sind Umweltfaktoren, Ernährung und das Mikrobiom. Ein Gentest auf MTHFR liefert keine Diagnose für Allergien und sollte nicht als alleinige Grundlage für Therapieentscheidungen dienen. Klinische Allergiediagnostik (spezifisches IgE, Pricktest) bleibt der Goldstandard. Vorsicht vor Supplement-Empfehlungen (z. B. hohe Dosen Methylfolat) ohne ärztliche Begleitung – insbesondere bei unklarer Allergielage. Evidenz: mechanistisch/schwach.
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