Ferritin ist der wichtigste Speicherparameter für Eisen im Körper und bei Kindern besonders relevant, da Eisen für Wachstum, kognitive Entwicklung und Immunfunktion essenziell ist. Ein niedriger Ferritinwert kann auf Eisenmangel hinweisen, der bei Kindern häufig durch unzureichende Zufuhr oder erhöhten Bedarf in Wachstumsphasen entsteht. Allerdings ist Ferritin auch ein Akute-Phase-Protein: Bei Infekten, Entzündungen oder chronischen Erkrankungen kann es erhöht sein, selbst wenn die Eisenspeicher leer sind. Ein alleiniger Ferritinwert ohne CRP-Bestimmung ist daher nur eingeschränkt aussagekräftig. Heimtests auf Ferritin sind praktisch, aber weniger präzise als venöse Blutabnahmen im Labor. Sie können als Screening dienen, ersetzen aber keine ärztliche Abklärung. Bei Kindern mit Müdigkeit, Konzentrationsschwäche oder blasser Haut sollte ein Arzt die Eisenparameter komplett bestimmen (Ferritin, Transferrinsättigung, Hämoglobin). Die Referenzbereiche für Kinder sind altersabhängig und niedriger als bei Erwachsenen. Eine Eisensupplementation ohne Diagnose ist nicht empfohlen, da Überschuss schädlich sein kann. Evidenz: Praxis (klinische Laborstandards).
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