Die Bestimmung von 25-Hydroxyvitamin D (25-OH-D) im Blut ist bei Hautproblemen wie Psoriasis, atopischer Dermatitis oder Akne durchaus sinnvoll, da Vitamin D eine wichtige Rolle bei der Hautbarriere, Immunregulation und Zellteilung spielt. Ein niedriger 25-OH-D-Spiegel wird häufig mit entzündlichen Hauterkrankungen in Verbindung gebracht, und eine Supplementierung kann in manchen Fällen die Symptome lindern. Allerdings ist die Evidenzlage nicht eindeutig: Während Beobachtungsstudien einen Zusammenhang zwischen niedrigem Vitamin-D-Spiegel und Hauterkrankungen zeigen, fehlen groß angelegte randomisierte kontrollierte Studien, die einen kausalen Nutzen belegen. Zudem ist Vitamin D fettlöslich, eine Überdosierung kann zu Hyperkalzämie führen. Daher sollte eine Bestimmung von 25-OH-D nur bei konkretem Verdacht auf Mangel oder bei chronischen Hauterkrankungen erfolgen, und die Supplementierung sollte ärztlich begleitet werden. Ein routinemäßiger Test bei gesunder Haut ohne Risikofaktoren ist nicht notwendig. Die Aussagekraft eines einzelnen Biomarkers ist begrenzt; Hautgesundheit wird durch viele Faktoren beeinflusst (UV-Exposition, Ernährung, Genetik).
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