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Welche Rolle spielt Folsäure für Fruchtbarkeit?

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Welche Rolle spielt Folsäure für Fruchtbarkeit?

Folsäure (Vitamin B9) ist vor allem für die Prävention von Neuralrohrdefekten in der Frühschwangerschaft unverzichtbar. Für die Fruchtbarkeit selbst gibt es Hinweise, dass ein guter Folsäurestatus die Eizellqualität und die Regelmäßigkeit des Eisprungs unterstützen kann, ebenso die Spermienqualität bei Männern. Die Evidenz ist jedoch moderat: Randomisierte Studien zeigen nur kleine Effekte auf die Konzeptionsrate, und die meisten Empfehlungen basieren auf Beobachtungsdaten. Ein Mangel sollte ausgeglichen werden, aber eine Überdosierung (über 1 mg/Tag) ohne ärztliche Indikation ist nicht sinnvoll. MyBody-X-Tests können den Folsäurestatus im Blut messen, aber ein DNA-Test auf MTHFR-Varianten (wie C677T) hat für die Fruchtbarkeit keine klare klinische Konsequenz – die Leitlinien empfehlen kein routinemäßiges Screening. Wer schwanger werden möchte, sollte 400–800 µg Folsäure täglich einnehmen, unabhängig vom Genotyp. Die Rolle der Folsäure ist also präventiv und unterstützend, aber kein Wundermittel für die Fruchtbarkeit.

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