BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) wird oft als ‚Glückshormon‘ für das Gehirn beworben, doch es wird auch in der Haut exprimiert – in Keratinozyten, Melanozyten und Fibroblasten. Mythos: BDNF-Präparate oder bestimmte Nahrungsergänzungsmittel könnten die Hautgesundheit direkt verbessern. Fakt: Es gibt Hinweise aus Zell- und Tiermodellen, dass BDNF die Wundheilung fördert, die Melanozytenfunktion beeinflusst und möglicherweise vor UV-Schäden schützt. Allerdings fehlen belastbare Humanstudien, die einen klaren Nutzen oraler oder topischer BDNF-Gaben belegen. Die Evidenz ist überwiegend mechanistisch. Zudem ist BDNF ein großes Protein, das oral kaum bioverfügbar ist. Eine gesunde Lebensweise mit Bewegung, Schlaf und Omega-3-Fettsäuren kann die körpereigene BDNF-Produktion steigern – ob dies direkt der Haut zugutekommt, ist spekulativ. Zusammenfassung: BDNF ist in der Haut biologisch aktiv, aber der Nachweis für wirksame Supplementierung fehlt. Vorsicht vor Marketingversprechen.
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